Concord und McAuliffe Planetarium
Concord, das 42,970 Einwohner hat, ist die Hauptstadt von New Hampshire,
dem Bundesstaat in dem wir die 3 Wochen, bis auf das Wochenende in New
York, verbracht haben. Wir haben dort das Regierungsgebäude besichtigt,
konnten es aber nicht von innen anschauen. In dem großen Gebäude mit
einer Goldkuppel kommt die Regierung von New Hampshire gerade mal 10
Tage im Jahr zusammen. Das liegt daran, dass sich der Bundesstaat meist
selbst verwaltet, da der Slogan des Staates „live free or die“ lautet.
Die Leute dort möchten sich lieber selbst verwalten, als dies von einer
Regierung machen zu lassen. Deshalb verdienen die Regierungsbeamten auch
entsprechend wenig und haben oft noch einen anderen Beruf. Concord war
erst eine Siedlung der amerikanischen Ureinwohner, bis sich 1725 dort
die ersten europäischen Siedler niedergelassen haben. Nach dem
amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wurde die Stadt 1808, durch ihre
zentrale Lage zur Hauptstadt des Staates gemacht.
Nach diesem kurzen Aufenthalt am Regierungsgebäude haben wir dann das
Christa McAuliffe Planetarium besucht. Wir konnten leider nicht die
eigentliche Vorführung genießen, sondern sahen nur die Ausstellungsstücke
im Gebäude. Dort gab es das Cockpit eines Space Shuttles zu bestaunen,
es gab eine Weltkarte auf der angezeigt wurde, wo auf der Welt gerade
Tag oder Nacht ist und eine große Karte des Mondes, auf der gezeigt
wurde, wo überall schon Raumfahrtmissionen gelandet sind.
Zudem gab es eine Karte auf der alle Planeten unseres Sonnensystems in
ihrer Größe mit der Sonne verglichen wurden. Das Planetarium ist nach
Christa McAuliffe benannt, eine Lehrerin die bei einer Space-Mission
tragisch ums Leben kam. Die 1948 geborene Sharon Christa McAuliffe war
Lehrerin an der Concord High School und war Teil eines Raumfahrtprogramms
der NASA, um das öffentlich Interesse an der Raumfahrt wieder zu wecken.
Sie war ein ganz normaler Mensch und sollte nach der Raummission ihre
Erfahrungen mitteilen. Doch nachdem sie aus 11,500 Bewerbern ausgesucht
wurde und für ihr Mission mit ihrer Crew trainierte hatte, explodierte
die Challanger 73 Sekunden nach dem Start am 28. Januar 1986. In ihrem
Gedenken wurde das Planetarium eröffnet, dass sich zur Aufgabe gemacht
hat, die Menschen über die Raumfahrt und das Weltall weiter zu informieren
und zu lehren.
Nach diesem Besuch kamen wir wieder zu unseren Gastfamilien um noch etwas
Zeit vor unserer Abreise mit ihnen zu verbringen.